Freitag, 19. August 2022

Alte Jeansshorts, Altglas, jede Menge Zigarettenkippen und ein Eis von Bürgermeister Markus Hofmann

Jährliche „Ramadama“-Aktion der Realschule in Bad Kötzting war ein voller Erfolg

Einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz lieferten die Klasse 6c und ein Teil der 8. Klassen der Staatlichen Realschule am vergangenen Mittwoch. Zusammen mit ihren Lehrerkräften Marion Reiter, Astrid Haringer, Melanie Zitzelsberger und Hans Peter Jobst säuberten sie einen Vormittag lang die Gelände rund um die Schule, das Areal am Jahnplatz, den Fußgängerweg am Regenufer, den Kurpark, die gesamte Lehmgasse sowie die Marktstraße.

Dabei kam neben dem alltäglichen Müll wie Flaschen, Plastikabfällen, Süßigkeitenverpackungen auch der ein oder andere kuriose Gegenstand zum Vorschein. Die Schüler staunten nicht schlecht, als sie eine Jeansshorts, einen Trekkingschuh, Kinderspielzeug und ein Kühlschrankgitter aus dem Ufergelände bzw. dem Unterholz im Stadtpark zogen. Besonders verärgert zeigten sich die Jugendlichen über die unzähligen Zigarettenkippen. Die Klasse will nun analysieren, was man tun kann, um die Wegwerflust mancher Mitmenschen einzudämmen.

Die jungen „AufräumerInnen“ erhielten bei ihrer Säuberungstour durch die Stadt nicht nur sehr viel Lob und Anerkennung von Passanten für ihr aktives Engagement für den Umweltschutz, auch erster Bürgermeister Markus Hofmann war sofort begeistert, als er von der Aktion der Klassen erfuhr. Er kam in den Stadtpark vorbei und belohnte die Klasse spontan mit einer Kugel Eis. Herr Hofmann führte auch aus, dass bereits mehr Mülleimer von der Stadtverwaltung im Bereich des Marktplatzes aufgestellt worden seien. Daneben erklärte er, dass er selbst schon Zigarettenkippen auf dem Marktplatz mit Mitarbeitern des Bauhofes aufgesammelt hatte. Diese Zigarettenfilter würden unachtsam weggeworfen und verschandelten das Straßenbild sehr unschön. Zudem verursachten sie ein großes Müllproblem in allen deutschen Städten, nicht nur in Bad Kötzting, dem die Bauhofmitarbeiter alleine nicht mehr Herr werden könnten und so sei die Ramadama-Aktion der Realschule eine sehr willkommene Unterstützung. Gefördert wurde die Sammelaktion auch vom Bauhof der Stadt, der insgesamt eine Unimog-Ladung mit 18 prall gefüllten Müllsäcken fachgerecht entsorgte.

Die Schüler erfuhren von ihren Lehrkräften während des Sammelns jede Menge Wissenswertes über die langsame Verrottung des weggeworfenen Mülls, über Recyclingmöglichkeiten und in erster Linie auch über Müllvermeidung, denn der beste Müll ist derjenige, der gar nicht erst entsteht.